Der Markenname Dixi

Das Logo der Fahrzeugfabrik-Eisenach mit Dixi-Emblem

1904 - 1929
1904 bauten die Thüringer ihre erste, eigene Neukonstruktion. Der Markenname “DIXI" wurde eingeführt.
Unter diesem Zeichen entstanden bis 1928 zusammen 17 Bus- und Lkw-Typen und 26 verschiedene Pkw´s.
Das waren tausende von Kraftfahrzeugen, die die Werkhallen verließen.

Heute weiß keiner mehr so recht, woher eigentlich der Markename “DIXI" kommt.
Gerüchten zufolge war es das Schlußwort einer heftigen Diskussion, über den Namen der neuen Firma, im Aufsichtsrat und bedeutete soviel, wie “..ich habe gesprochen!" (dixi = lat.)
Allerdings bestätigen läßt sich das leider nicht mehr. Eine schöne Anekdote ist es allemal.
Außerdem zeigt es die Zerrissenheit des Unternehmens und seiner neuen Führung auf, die die heftigen Turbulenzen auf dem Markt und die damit verbundenen Verluste ersteinmal verwinden mußte.

Die neuen Fahrzeuge konnten sich sogar international behaupten und wurden hauptsächlich nach Frankreich und Großbritannien exportiert.
Im Ausland hieß man “Regina-Dixi" (Frankreich) und “Leander" (GB).

Die Form des Automobils hatte sich drastisch verändert und längst sahen die Wagen aus Eisenacher Produktion nicht mehr einer Kutsche ähnlich. Solide Technik und leistungsstarke Motoren machten Dixi zu einem der wichtigsten und führenden Fahrzeughersteller weltweit.
Federführend zu dieser Zeit war der Chefkonstrukteur Willi Seck, dessen Name auch seinen Anfangsbuchstaben für die Modellbezeichnungen liefern durfte.
Dixi arbeitete schon in den 10er Jahren mit einer Art “Baukastensystem" bei der Herstellung seiner Fahrzeuge.
Das machte eine große Vielfalt der Produkte und eine schnelle Reaktion auf die Bedürfnisse der Kunden möglich.
Gebremst wurde die starke Aufwärtsentwicklung durch den 1.Weltkrieg.
Schnell mußten heerestaugliche Lkw´s her und auch anderes Kriegsgerät wurde produziert.
Die Pkw-Produktion lag auf Eis.

Typenschild der Dix-Ära

Doch war der Sturz des Kaisers nicht die einzige politische Krise, die der gesamten Wirtschaft und damit auch den Eisenacher Autobauern zu schaffen machte.
Der Krieg war verloren, Reparationszahlungen in schwindelnder Höhe waren zu zahlen, die deutsche Wirtschaft sollte zerstört werden.
Außerdem kamen noch die Weltwirtschaftskrise und ein immer stärker und aggressiver werdender Konkurrenzkampf dazu.
Trotz allem ging das Unternehmen aus dieser Zeit gestärkt hervor.

Die Produktpalette wurde stark reduziert. Nur noch 5 Grundtypen sollten die Pkw-Produktion rationeller machen.
Motoren von 16-55 PS standen dafür zur Verfügung. Trotz der Massenproduktion eines Henry Ford, konnte Dixi einige Fahrzeuge nach Übersee exportieren.