Dixi und die Gothaer Waggonfabrik

Dixi-Logo

1921 - 1929
Zum Dixi-Kühleremblem gesellte sich 1921 der Zentaur. Und zur Fahrzeugfabrik ein neuer, finanzstarker Partner - die Gothaer Waggonfabrik (stellte u.a. Straßenbahnen her - bei besonderen Anlässen zu sehen heute noch manchmal in Naumburg an der Saale und an anderen Orten der ehem. DDR)

Trotz aller guten, wirtschaftlichen, Voraussetzungen fehlte der Verkaufserfolg. Das ließ sich zum Teil mit der Aufgabe eines erfolgreichen Konzeptes mit dem 1.5l - Motor erklären. Dixi wollte mit großen Limousinen in die Luxusklasse aufsteigen. Man warb u.a. mit dem Simson Supra aus Suhl um die wenigen verbliebenen Kunden in diesem Segment. Ein erfolgloser Kampf, den Dixi auch verlor. An Produktionsverhältnisse, wie in den USA, war in Thüringen nicht zu denken.

Dixi-Fahrrad
Dort wandelte sich das Auto vom ausschließlichen Luxus zum Massenprodukt. Ein Trend, dem die deutschen Hersteller nicht folgen konnten. Die Dixi-Fahrzeuge wurden in Handarbeit mit großer Sorgfalt hergestellt und waren nur für finanzkräftige Kunden erschwinglich. Fahrzeuge, wie der Dixi R8, den man im Eisenacher Museum bewundern kann, waren für die Mittelschicht unbezahlbar. Erst 1925 schaffte Dixi eine Trendwende. Man hatte den hohen Bedarf an Kleinwagen endlich erkannt und motorisierte nun die Mittelschichten. Das Konstruktionsmuster “Diana"-Kleinwagen mußte allerdings fallen gelassen werden, da das Auto wieder zu kostenintensiv konstruiert war.

Dixi R8

Aus der Not wurde eine Tugend, als man die Lizenz zum Bau des britischen Austin Seven erwarb. Die mußte man sich zwar mit der Firma Rosengart aus Frankreich und der Firma Datsun (heute Nissan) teilen, aber der Austin war für seine geringen Produktionskosten und seine große Zuverlässigkeit bekannt.
Das Jahr 1927 war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Der Erfolgsgeschichte des Dixi DA1. Mit Slogans, wie “Sparsamer als mit der Reichsbahn" warb man für den neuen Wagen. Über 9000 Dixi DA1 wurden im ersten Jahr der Produktion verkauft - in den 30 Jahren vorher kam man auf nur 6300 Pkw´s und 2600 Lkw´s.

Trotz dieser guten Entwicklung in Eisenach, wuchs der Gothaer Waggonfabrik der Schuldenberg über den Kopf. Ihr Hauptgeschäft mit Aufträgen der Reichsbahn, entwickelte sich fast schon dramatisch. 1928 suchte sie nach einem zahlungskräftigen und zahlungswilligen Abnehmer für das Eisenacher Werk.