Die Gegenwart

Musem Frankenberg

1991 - ...
Der ehemalige VEB Barkas Hainichen wird abgewickelt. Einige Betriebsbereiche werden privatisiert. Die Produktionsanlagen des Barkas werden sauber verpackt und sollen in Russland wieder aufgebaut werden. Diese letzte Überlebenschance für den Barkas zerschlägt sich aber wieder. Die verpackten Anlagen werden zum Schluss einfach verschrottet. Wer heute noch Informationen zum Barkas oder Framo sucht, wird bei weitem nicht so verwöhnt wie die Trabant- oder Wartburgfahrer. Es gibt kaum Literatur zu diesen interessanten Fahrzeugen.

Auf immerhin elf Seiten befasst sich das Buch „Kraftfahrzeuge der DDR“ von Werner Oswald mit Framo und Barkas. Ergiebiger dürfte da schon der Blick in das Internet sein. Unter den Adressen www.barkas.de und www.frankenberg-sachsen.de/tourist/sights/framo1.htm findet der PC-Besitzer und Internetnutzer viel Interessantes. Andernfalls bleibt der Besuch im Framo- und Barkas-Museum in Frankenberg. Die Adresse lautet: Mühlbacher Straße 7, 09669 Frankenberg. Telefon: 037206/82735. Das Museum ist ganzjährig sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Es werden ständig Führungen angeboten. Diese dauern zwischen 30 und 90 Minuten. Außerhalb der offiziellen Öffnungszeiten sind Führungen nach telefonischer Voranmeldung möglich. Die Eintrittspreise sind sehr moderat. Erwachsene zahlen 2,50 DM, Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen 1,00 DM. Es werden Gruppenrabatte gewährt. Vom ersten Framo-Dreirad bis zum letzen B1000 werden Fahrzeuge und Dokumente aus dem historischen Zeitraum 1923 bis 1991 gezeigt, ebenso wie Entwicklung im Fahrzeug- und Motorenbau die niemals veröffentlicht wurden. Zusätzlich gibt es Videofilmvorführungen zur Verkehrserziehung von Kindern und zu anderen, interessanten Aspekten des Fahrzeugbaues allgemein.