MZ im Motorsport

MZ im Rennsporteinsatz

1945 - 1992
Die Anfänge des Fahrzeugbaus in Zschopau. Erst 1948 durften auf dem von der Sowjetunion besetzten Gebiet wieder Motorradrennen gefahren werden. Die Zschopauer machten gleich eine der allerersten RT 125 zu einer Rennmaschine. Es sollte aber noch lange dauern, bis Vogtländer Maschinen wieder vordere Plätze belegen konnten.

MZ im Motorsport

MZ im Motorsport

1953 wurden neue Patente aufgekauft und die Abgasanlage neu überarbeitet. Der Erfolg ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Innerhalb von wenigen Jahren entwickelten sich die MZ-Fahrzeuge zu den schnellsten Motorrädern der Welt. Motorradrennen fanden oftmals mitten in den Städten statt. Die Straßen wurden für den normalen Verkehr gesperrt und schon war eine Rennstrecke vorhanden. Schnell ergab es sich, daß MZ ganz vorn mitfuhr und sogar um WM-Titel stritt. Unvergessen wird die sensationelle 1., 2. und 3. Platzierung beim 1958er WM-Lauf in Monza bleiben. Interesse fand aber auch der Geländesport. Sogar die BK 350-Gespanne wühlten sich durch den Dreck. MZ war auch bei den legendären Motorradrennen auf der Isle of Man erfolgreich. Ab dem Beginn der 60er Jahre traten die Zschopauer mit den schnellsten Maschinen ihrer Hubraumklasse an. Mit nur sieben Mann Personal kämpfte die MZ Rennsportabteilung nicht nur um Titel und Siege, sondern auch gegen das Mißtrauen der DDR-Politiker (einige Fahrer gingen bei den Rennen im westlichen Ausland "verloren") und gegen permanente Finanznot. Die 60er Jahre waren die beste Zeit der MZ-Renner. In den 70er Jahren fuhren sie zwar immer wieder ganz vorn mit, aber sie konnten an ihre früheren Erfolge nicht mehr anknüpfen. Die wichtigste Veranstaltung waren die Six-Days. Immer wieder konnten die MZ-Sportler ihre Teilnahme an diesen Rennen zu einem Erfolg nutzen. Da die maßgeblichen Politiker in den 70er Jahren beschlossen, nur noch Olympiasportarten zu fördern, konnten die DDR-Teams schon bald nicht mehr mithalten. Die DDR geriet in eine motorsportliche Isolation, die sie selbst zu verantworten hatte und zu der die Schuld sicherlich nicht bei den damals aktiven Sportlern und Konstrukteuren zu suchen ist. 1977 stellte MZ sein Engagement im Straßenrennsport völlig ein.