XXII. Internationale Rallye Wartburg (Signale 1980-1)

Frontpartie des WARTBURG  353 WR und Beispiel zur Massereduzierung: einteilige Stoßstange und Bugspoiler aus GFP.

Nach der technischen Abnahme starteten am 25. Oktober 1979 ab 18 Uhr auf dem Eisenacher Marktplatz 130 Teilnehmer aus der DDR, VR Bulgarien, CSSR, VR Polen und Ungarischen VR zu dieser Veranstaltung,

Nr. 1 bei der Abnahme, das polnische FSO-Fahrerpaar siegte im Einzel-Gesamtklassement.deren gute Traditionen und erstklassiger Ruf im internationalen Rallyesport zurückreichen bis 1955 und die von Anfang an in enger Verbindung steht mit der WARTBURG-Entwicklung. Ausgeschrieben und ausgetragen wurde die XXII. als DDR-Meisterschaftslauf, gefahren in der ersten Schleife über 450 km, und auf der Gesamtdistanz von exakt 1085,7 km ging es um den ab 1974 vom VEB Automobilwerk Eisenach als Trägerbetrieb der Internationalen Rallye Wartburg gestifteten „Wanderpokal für die beste Fabrikmannschaft der Automobilindustrie der sozialistischen Länder".

 

Härtwich/Wilß, hier in vollem Einsatz auf einer GP, fuhren (wie sonst nur noch das Polonez-Paar) ebenfalls strafpunktfrei auf der Langstrecke und erzielten Platz 2.Die XXII. präsentierte sich abermals in moderner und rationeller Konzeption, wobei noch mehr als bisher die Belange des ständig zunehmenden Alltags-Straßenverkehrs berücksichtigt wurden. Der Wettbewerb fand praktisch nur in den verkehrsärmeren Nachtstunden statt, und die vorwiegend entscheidenden 17 Geschwindigkeitsprüfungen mit insgesamt 112,7 km Länge lagen abseits stark befahrener Straßen auf Wegen in Wald und Feld. Bezeichnend ebenfalls, daß bereits in der 1. Nachtschleife 22 Konkurrenten mit weit überhöhter Geschwindigkeit in einer Ortslage gestoppt wurden und ausscheiden mußten — auch diese Rallye Wartburg wurde, außer bei den Geschwindigkeitsprüfungen auf abgesperrten Strecken, nach den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung gefahren.

 

Krügel/Krügel (Start-Nr. 15) von der AWE-Equipe vervollständigten die Spitzenergebnisse auf WARTBURG 353 W.Die Wettbewerbsentscheidungen mit Schwerpunkt auf den anforderungsvollen GP standen neben fahrerischen Qualitäten weitgehend in Abhängigkeit von so maßgebenden Technik-Faktoren wie Leistungsvermögen, Fahrwerksfunktionen und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge.

 

Heitzmann/ Frommann (Nr. 21) von der AWE-Equipe vervollständigten die Spitzenergebnisse auf WARTBURG 353 W.Von den 43 noch zur 2. Schleife gestarteten Teilnehmern überstanden nur 25, gesprengt waren alle ausländischen Fabrikteams, die AWE-Equipe auf WARTBURG 353 errang wieder den Wanderpokal vor der Trabant-Werkswagenmannschaft. In der Gesamt-Einzelwertung siegten Stawowiak, der übrigens von der FIA als Prioritätsfahrer eingestuft ist, und Copilot Rozanski aus der VR Polen mit einem etwa 115 kW (155 PS) leistenden Gruppe-4-Polonez 2000. Schon den 2. Platz belegten die Eisenacher Härtwich Wilß auf WARTBURG 353 WR. Den ausgezeichneten WARTBURG-Erfolg durch die AWE-Sportabteilung komplettierten zusätzlich zum Fabrikpokal-Sieg 3 Klassensiege, der Sieg als Clubmannschaft Eisenach II sowie jeweils Patz 1 in der inoffiziellen Gruppenwertung Spezialtourenwagen und Serientourenwagen.

 

 


Titelbild: Frontpartie des WARTBURG  353 WR und Beispiel zur Massereduzierung: einteilige Stoßstange und Bugspoiler aus GFP.

Bild 1: Nr. 1 bei der Abnahme, das polnische FSO-Fahrerpaar siegte im Einzel-Gesamtklassement.

Bild 2: Härtwich/Wilß, hier in vollem Einsatz auf einer GP, fuhren (wie sonst nur noch das Polonez-Paar) ebenfalls strafpunktfrei auf der Langstrecke und erzielten Platz 2.

Bild 3 und 4: Krügel/Krügel (Start-Nr. 15) und Heitzmann/ Frommann (Nr. 21) von der AWE-Equipe vervollständigten die Spitzenergebnisse auf WARTBURG 353 W.