XXIII. Internationale Rallye... (Signale 1981-1)

Baberski,/ v. Ehrenwall (St.-Nr. 15). die DDR-Meister der Gruppe-2-Klasse über 1000 cm³

...Wartburg und der "vierte Streich"

Die 1980er Internationale Rallye Wartburg offerierte den aus vier Ländern zum Start auf dem Eisenacher Marktplatz angetretenen 111 Wagenbesatzungen abermals einen für diese prominente Tourenwagenprüfung schon traditionell hohen Schwierigkeitsgrad.

Blick unter die Motorhaube eines WARTBURG 353 WRMaßgebend in dieser Beziehung waren auf den beiden jeweils nachts durch den Thüringer Wald zu fahrenden Schleifen von 410 km (als Endlauf zur DDR-Meisterschaft ausgetragen) und dann 510 km Länge die eingelegten 21 Geschwindigkeitsprüfungen mit zusammen 115 km Distanz sowie die schnellen Spezialetappen. Hier hatte plötzlich eingetretener Witterungsumschlag vom schönen Herbstwetter der Trainingstage zu Regen, Sturm und Nebel für zusätzliche und überraschende Erschwernisse gesorgt.

 

Bezeichnenderweise konnte auf verschiedenen Abschnitten kein einziges Teilnehmerteam die Null-Punkte-Zeit einhalten. Der serienmäßige WARTBURG 353 W von Heitzmann/ Frommann, hier vor der Abnahme inmitten favorisierter Konkurrenten (St.-Nr. 17)Die erste Schleife beendeten 77 Konkurrenten, von den 41 zur zweiten Schleife Gestarteten erreichten 34 in Wertung das Ziel. Zusammengefaßt ist das herausragende Ergebnis: WARTBURG-Besatzungen siegten in sämtlichen für sie denkbaren Wertungen. Heimbürger/ Weitz (AWE) errangen mit Bestzeit auf den Geschwindigkeitsprüfungen und den wenigsten Langstrecken-Strafpunkten den Gesamtsieg und damit auch den Sieg in der Gruppe-2-Tourenwagenklasse bis 1150 cm³.

 

Gesamtsieger und GP-Schnellste: Heimbürger/ Weitz auf WARTBURG 353 WR (St.-Nr. 2)Zweite im Gesamtklassement und 1000-cm³-Klassensieger wurden Krügel/Krügel (AWE), und hinter dem CSSR-Fahrerpaar Cisar/Kadlec auf Skoda 130 RS belegten Härtwich/ Wilß (AWE) Gesamtplatz 4. Als total beste Gruppe-1-Fahrzeugbesatzung erzielten Heitzmann / Frommann (AWE) Platz 8 im Gesamtklassement und den Sieg in der Serientourenwagenklasse bis 1000-cm³. Aufsehenerregend stark fuhren die DDR-Clubfahrer Pöhlmann/Neugardt, die nach „Umsteigen" auf das Eisenacher Erzeugnis bei ihrer ersten WARTBURG-Rallyeaktion den 7. Gesamtplatz erzielten, und als große Kämpfer belegten Trojan/Slemin aus der CSSR auf WARTBURG trotz eines „Ausritts" noch Platz 9 des Gesamtklassements.

 

Das AWE-Team Krügel/Krügel (St.-Nr. 12) erzielte Gesamtplatz 2.Zur Vervollständigung der WARTBURG-Erfolge gewann von fünf gestarteten Markenteams die AWE-Werkswagenequipe die Wertung um den vom VEB Automobilwerk Eisenach als Trägerbetrieb der Internationalen Rallye Wartburg gestifteten „Wanderpokal für die beste Fabrikmannschaft der Automobilindustrie der sozialistischen Länder" — nach diesem vierten Gewinn der Pokalwertung reicht nur noch ein weiterer Sieg, damit diese Trophäe endgültig in WARTBURG-Besitz gelangt. Vielleicht wird das schon zur XXIV. geschafft.

 


Titelbild: Baberski,/ v. Ehrenwall (St.-Nr. 15). die DDR-Meister der Gruppe-2-Klasse über 1000 cm³

Bild 1: Blick unter die Motorhaube eines WARTBURG 353 WR

Bild 2: Der serienmäßige WARTBURG 353 W von Heitzmann/ Frommann, hier vor der Abnahme inmitten favorisierter Konkurrenten (St.-Nr. 17)

Bild 3: Gesamtsieger und GP-Schnellste: Heimbürger/ Weitz auf WARTBURG 353 WR (St.-Nr. 2)

Bild 4: Das AWE-Team Krügel/Krügel (St.-Nr. 12) erzielte Gesamtplatz 2.