Rallye-Report 81 (Signale 1982-2)

Erfolgreiche Qualitätsdemonstrationen mit Gruppe-1- und GruErfolgreiche Qualitätsdemonstrationen mit Gruppe-1- WARTBURG unter schwersten Rallyesport-Bedingungenppe-2 WARTBURG unter schwersten Rallyesport-Bedingungen

Wartburg weiterhin »in erstklassiger Form«

Wenn - wie es eine Bilanzierung aus der tabellarischen Total-Übersicht ausweist - in den 1981 beschickten neun internationalen Rallyes von der AWE-Sportabteilung allein 1 Gesamtsieg und 8 Klassensiege auf WARTBURG 353 W erzielt wurden,

dann ist das Attribut erstklassig für die Eisenacher Frontantriebwagen vollauf zutreffend. Das Prädikat untermauern außerdem 10 Plätze auf den Rängen 1 bis 5 in der Einzelwertung und 2 Siege sowie weitere 9 Erste-Klasse-Resultate in National-, Fabrik- und Club-Mannschaftswertungen.

 

Erfolgreiche Qualitätsdemonstrationen mit Gruppe-2- WARTBURG unter schwersten Rallyesport-BedingungenInsgesamt dokumentiert dieses aus-gezeichnete Abschneiden gegen renommierte Konkurrenzfabrikate in schweren Tourenwagenwettbewerben, wenigstens sieben davon waren als WM-, EM- oder P-Läufe internationale Spitzenveranstaltungen, die hervorragenden Gebrauchswertqualitäten der Eisenacher Automobile. In erster Linie sind hier die Komplexe Leistungsvermögen, Fahreigenschaften und Zuverlässigkeit zu nennen.

 

Freilich gab es auch die bei derart extrem harten Auseinandersetzungen unausbleiblichen Fehlschläge. Diese waren allerdings mit einer Ausfallquote von nur 25 Prozent weitaus geringer als im Rallye-Gesamtdurchschnitt, bezogen auf alle Veranstaltungen und sämtliche Teilnehmer.

 

Das AWE-Aufgebot bestand neben der normalen Ausführung WARTBURG 353 W als Gruppe-1-Serientourenwagen überwiegend aus der Gruppe-2-Tuningversion. Sie gelangte sogar bei den ersten fünf Rallyes ausschließlich zum Einsatz. Diese Proportionierung wurde gewählt, um angesichts der erneuten Zuspitzung hinsichtlich Rallye-Charakteristik und Konkurrenz-Fahrzeugarsenal mit der stärksten WARTBURG-Ausführung (Technik-Details siehe Beitrag „Die schnellen Brüder" in SIGNALE 4/81) gerüstet zu sein. Daß diese Entscheidung richtig war, bestätigt sich daran, daß der eine Gesamtsieg und sieben Klassensiege auf das Konto von WARTBURG-Einsatz in der Gruppe 2 kommen. Zugleich resultiert die erwähnte Ausfallquote aus dem weit überwiegenden Gruppe-2-Einsatz und da wiederum insofern, als bei dem hier zugrundegelegten und für die Wettbewerbsfähigkeit unbedingt notwendigen Optimaltuning die Grenze zwischen Spitzenleistung und Überforderung äußerst schmal verläuft.

 

Sicher könnte daher entgegengehalten werden, daß bei größerem Einsatzanteil des WARTBURG 353 W als Gruppe-1-Serientourenwagen die Summe von Klassensiegen noch höher hätte sein können.

 

Der internationale WARTBURG-Werkswageneinsatz 1981

Termin

Veranstaltung

Zahl

Plazierungen

Ausfälle

von
bis

(Land)
Wertungslauf

353 W
am Start

Einzel-
wertung
(Klasse)

Mannschafts-
wertung 
(Gesamt)

 

27.3.

15. Rallye Jugoslawien

3 (II)

1.

2. National

 

29.3.

(SFRJ) EM

 

3.

2. Fabrik

 

 

 

 

6.

 

 

9.4.

25. Rallye Sachsenring

3 (II)

1.

3. National

 

11.4.

(DDR) P

 

4.

3. Fabrik

 

 

 

 

6.

 

 

9.5.

12. Rallye Zlatni Piassazi

2 (II)

2.

3. National

 

11.5.

(VR Bulgarien) EM P

 

5.

2. Fabrik

 

30.5.

28. Rallye Akropolis

3 (II)

 

 

(T)

5.6.

(Griechenland) WM

 

 

 

(T)

 

 

 

 

 

(T)

10.7.

8. Rallye Skoda

4 (II)

1.

1. National

 

12.7.

(CSSR) EM

 

2.

2. Fabrik

 

 

 

 

9.

 

(T)

27.8.

31. Rallye 1000 Seen

2 (II)

1.

 

(S)

29.8.

(Finnland) WM

2 (I)

3.

 

(T)

23.10.

24. Rallye Wartburg

3 (II)

1.

1. Fabrik

(T)

25. 10.

(DDR) Fabrikpokal

 

2.

1. Club

 

 

 

1 (I)

4.

 

 

7.  11.

8. Rallye Du Condroz

2 (II)

1.

2. Fabrik

(T)

8.11.

(Belgien / Luxemburg)

2 (I)

1.

 

 

11.12.

Rallye Russischer Winter

2 (II)

1.

4. Club

 

13.12.

(UdSSR) P

 

2.

5. National

 


Erklärungen: WM = Lauf zur Weltmeisterschaft (Markenwertung), EM = zur Europameisterschaft (Fahrerwertung), P = um den Pokal der Freundschaft der sozialistischen Länder;

die Klammerangabe hinter der Einsatzzahl nennt die Gruppenzugehörigkeit (I = Serientourenwagen, II = Tourenwagen); bei Ausfällen bezeichnet (T) technische und (S) sonstige Gründe, z. B. Unfall.

 


Titelbild: Erfolgreiche Qualitätsdemonstrationen mit Gruppe-1- WARTBURG unter schwersten Rallyesport-Bedingungen

Bild 1: Erfolgreiche Qualitätsdemonstrationen mit Gruppe-2- WARTBURG unter schwersten Rallyesport-Bedingungen