Die XVII. Internationale Rallye Wartburg... (Signale 1974-6)

Der Wanderpokal des Werkes bleibt reserviert für den Wettbewerb zur Rallye Wartburg 1975.

...wurde nicht ausgetragen

130 Teilnehmer aus der DDR, der CSSR, der VR Polen, der Ungarischen VR und der VR Bulgarien hatten zur XVII. Internationalen Rallye Wartburg vom 24. bis 27. Oktober mit Start und Ziel in Eisenach genannt,

Das Fahrzeug der WARTBURG-Werksequipe Mielke Trögen um über 1500 Kilometer Distanz mit zehn in die Zuverlässigkeitsfahrt eingelegten Sprintprüfungen zu dieser hervorragend profilierten Veranstaltung für Serien- und Spezialtourenwagen anzutreten. Neben der Ausschreibung als End- und Stichlauf zur Tourenwagenmeisterschaft der DDR sollte die XVII. Internationale Rallye Wartburg erneut besonderen Status erhalten durch den erstmaligen Wettbewerb um den vom VEB Automobilwerk Eisenach gestifteten „Wanderpokal für die beste Fabrikmannschaft der Automobilindustrie der sozialistischen Länder".

 

Zusammen mit dem VEB Automobilwerk Eisenach hatte der MC Eisenach wieder für einwandfreie organisatorische Vorbereitung und Durchführung gesorgt. Noch in der Nacht vor Rallyebeginn wurden Streckenveränderungen vorgenommen, um wetterbedingte Komplikationen auszuschalten.

 

Nach der Fahrzeugabnahme erfolgte ab 20 Uhr der Start auf dem Marktplatz in Eisenach.

 

Auch dieses Team aus der CSSR, Trojan/Slemin, war auf WARTBURG 353 bei den Spezialtourenwagen zur Rallye Wartburg angetreten. Dann ereignete sich in der ersten Sprintprüfung ein schwerer Unfall der Teilnehmer mit der Startnummer 70, bei dem der Fahrer Rainer Witzmann vom MC Eisenach getötet und der Copilot schwer verletzt wurden. Daraufhin beschloß das Organisationskomitee in Übereinstimmung mit dem Trägerbetrieb und der Jury, in der Entscheidung geleitet von der bisherigen Einmaligkeit eines tödlichen Unfalls im Rallyesport der DDR sowie einer unzumutbaren psychischen Belastung der Teilnehmer bei fortgesetzter Fahrt, sofort den Abbruch der Veranstaltung.

 

Nach Abbruch der XVII. Internationalen Rallye Wartburg traf die Kommission Tourenwagensport der DDR in einer Sitzung in der Nacht vom 24. zum 25. Oktober Festlegungen zum Abschluß der DDR-Meisterschaft 1974. Durch Wegfall des Stichlaufes entschied bei Punktgleichheit die Priorität der ersten Plätze.

 

In der Klasse von 600 bis 1000 cm³ bestritten die Clubfahrer — Werkswagenbesatzungen werden nicht zur DDR-Meisterschaft gewertet — fast ausschließlich auf WARTBURG 353 den Meisterschaftswettbewerb.

 

 

J. Hellmann (MC Eisenach), auf dem Foto eingewiesen von Copilot P. Müller, wurde mit seinem Gruppe-2-WARTBURG bereits zum dritten Male in ununterbrochener Folge DDR-Meister.Titelträger bei den Serientourenwagen wurde abermals, wie schon 1973, V. Beyer vom MC Leipzig mit Beifahrer KI.-P. Dietz mit 42 Wertungspunkten aus fünf ersten Plätzen. Ein erster Platz und vier zweite Plätze und daher 36 Punkte ergeben die Vizemeisterschaft für R. Witzmann † vom MC Eisenach. Den dritten Rang belegten mit 30 Punkten KI.-D. Schulze/B. von Nessen vom MC Pneumant Riesa.

 

Praktisch schon vor dem Schlußlauf standen bei den 1000er Spezialtourenwagen J. Hellmann/P. Müller vom MC Eisenach, die bereits 6 erste Plätze aufrechnen konnten und in der Endwertung 44 Punkte erzielten, als DDR-Meister fest. Die Entscheidung für die anschließenden drei Fahrerpaare, jedes mit 27 Punkten in der Endwertung dotiert, konnte jedoch nur nach den erwähnten Platzprioritäten vorgenommen werden. So ergab sich die Reihenfolge J. Sparwald/C.-U. Karsten vom MC Tiefbau Frankfurt/O. als Vizemeister vor den Meisterschaftsdritten R. Lucas/H. Rauen vom MC Gotha bzw. MC Erfurter Verkehrsbetriebe sowie, was hinzugefügt sei, P. Erbe/G. Hase vom MC Wismut Karl-Marx-Stadt, Sämtliche Titelträger und Plazierten fuhren auf WARTBURG 353.

 

 

 


Titelbild: Der Wanderpokal des Werkes bleibt reserviert für den Wettbewerb zur Rallye Wartburg 1975.

Bild 2: Im Hinblick auf exakt begrenzte Umweltbeeinflussung wurden alle Wagen einer Phonmessung unterzogen, hier das Fahrzeug der WARTBURG-Werksequipe Mielke/Trögen

Bild 3: Auch dieses Team aus der CSSR, Trojan/Slemin, war auf WARTBURG 353 bei den Spezialtourenwagen zur Rallye Wartburg angetreten. (Bild unten.)

Bild 4: J. Hellmann (MC Eisenach), auf dem Foto eingewiesen von Copilot P. Müller, wurde mit seinem Gruppe-2-WARTBURG bereits zum dritten Male in ununterbrochener Folge DDR-Meister.