Tourenwagen-Wettbewerbe (Signale 1984-S)

Clubfahrer auf WARTBURG 353 beherrschten in ihren Klassen der Serienwagen und Spezial-Tourenwagen die jeweils ausgetragenen DDR-Meisterschaften im Rallye- und Rennsport

...als Profilierungsfeld für WARTBURG 353

Ab IV. Quartal 1965 produzierte der Betrieb das Baumuster 312. Es handelte sich um einen Zwischentyp, der den Übergang zu einem grundlegend neuen Eisenacher PKW-Modell ankündigte. Dessen Entwicklung zielte darauf ab,

Trotz ständig komplizierter werdender Verhältnisse und Handicaps, zumal in den zur Welt- oder Europameisterschaft zählenden prominentesten Rallyes, lieferte die AWE-Mannschaft auf serienmäßigen bzw. nach Anhang J modifizierten WARTBURG 353 repräsentative Nachweise vom Qualitätsstand des Eisenacher Erzeugnisses.bei konsequent fortgesetzter WARTBURG-Charakteristik erhöhte und vielfältiger werdende Ansprüche an das moderne Automobil über eine von vornherein programmierte längere Produktionsdauer hinweg zu erfüllen. Unter diesen generellen Vorgaben ging planmäßig ab 1. Juli 1966 der WARTBURG 353 in Serie.

 

Trotz ständig komplizierter werdender Verhältnisse und Handicaps, zumal in den zur Welt- oder Europameisterschaft zählenden prominentesten Rallyes, lieferte die AWE-Mannschaft auf serienmäßigen bzw. nach Anhang J modifizierten WARTBURG 353 repräsentative Nachweise vom Qualitätsstand des Eisenacher Erzeugnisses.Entsprechend der schon am 311 markant herausgearbeiteten WARTBURG-„Formel", nämlich in der unteren Hubraum-Mittelklasse einen Wagen mit überdurchschnittlich hohem Gebrauchswertniveau, zumal hinsichtlich Geräumigkeit und Komfort, in Verbindung mit sorgfältig ausgewogener Gesamtwirtschaftlichkeit zu bieten, wurde für den Typ 353 bewußt vom spezifischen Konzept aus-gegangen. Als eine maßgebende Hauptbaugruppe fungierte das Dreizylinder - Zweitaktmotor - Fronttrieb-werk, zunächst noch 45 PS aus 1000 cm³ leistend. Die dauerhafte Aufbau-Stabilität absichernde Rahmenbauweise wurde beibehalten. Die Neukonstruktion des Fahrwerks richtete sich auf optimale Fahreigenschaften und hohen Fahrkomfort. Die ebenfalls vollkommen neue Karosserie gewährleistete vor allem abermals ein enorm großes Angebot an Platz und Bequemlichkeit.

 

Trotz ständig komplizierter werdender Verhältnisse und Handicaps, zumal in den zur Welt- oder Europameisterschaft zählenden prominentesten Rallyes, lieferte die AWE-Mannschaft auf serienmäßigen bzw. nach Anhang J modifizierten WARTBURG 353 repräsentative Nachweise vom Qualitätsstand des Eisenacher Erzeugnisses.Diese knappe Skizzierung vom 353er Technik-Status und seiner hauptsächlichen Orientierung scheint hier wichtig zum objektiven Verständnis des Eisenacher Rallyeeinsatzes ab 2. Halbjahr 1966 — und bis heute! Oder anders ausgedrückt: Als viertüriger Fünfsitzer-PKW mit 525-Liter-Heckkofferraum und weiteren Pluspunkten für Alltagsbetrieb ließ der WARTBURG 353 dort beträchtliche Vorteile erwarten, aber gerade wegen solcher Attribute wohl kaum Lorbeer in den immer härter und zu Spezial-Disziplinen werdenden Wettbewerben.

 

Sehr bald jedoch wurden seitens der AWE-Sportabteilung herkömmliche Entweder/Oder-Ansichten widerlegt und überzeugende Eindrücke von universeller Fahrzeugqualifikation her-beigeführt.

 

Trotz ständig komplizierter werdender Verhältnisse und Handicaps, zumal in den zur Welt- oder Europameisterschaft zählenden prominentesten Rallyes, lieferte die AWE-Mannschaft auf serienmäßigen bzw. nach Anhang J modifizierten WARTBURG 353 repräsentative Nachweise vom Qualitätsstand des Eisenacher Erzeugnisses.Beispielsweise, um nur auf ein paar technische Details einzugehen, kam durch den 353er Sporteinsatz zum Ausdruck, daß relativ weiche, im Alltags-Fahrbetrieb also sehr angenehme Federung durchaus mit einwandfreier Straßenlage in Einklang zu bringen ist und daß mit normalerweise klar überlegenem Frontantrieb sowie großformatiger Karosserie und vergleichsweise schwererer Bauweise auch unter stark benachteiligenden Traktionsbedingungen, etwa auf Schotter am Berg, Sprintstrecken-Bestzeiten zu fahren sind. Wie sonst hätten durchgängig die Erfolge mit dem WARTBURG 353 erzielt werden können. Die im Reglement-Rahmen für Spezialausführungen schon auf etwa 90 PS getunten Gruppe-2-Werkswagen zeigten die im 353er „Normal"-Motor steckenden Reserven an Leistung und Standfestigkeit auf. Und immer wieder erwies sich in extrem schweren Wettbewerben, von der Rallye Monte Carlo und Akropolis-Rallye über die Rallye 1000 Seen in Finnland bis zur britischen RAC-Rallye, die Zuverlässigkeit aller Teile. Bei allgemein sehr hohen, mit zunehmendem Härtegrad ansteigenden Ausfallquoten (z. B. 1973 bei der Rajd Polski 67:3 und der XVI. Rallye Wartburg 122:20) beliefen sich die Ausfälle im 353er Wettbewerbseinsatz durchschnittlich und mit den nicht technisch bedingten auf nur knapp 25 Prozent.

 

Den hervorragenden und über erst-„klassig” hinausgehenden Stand geforderter Eigenschaften des WARTBURG 353 belegten vollends die Siege und ausgezeichneten Plazierungen der AWE-Werkswagenequipe in den Wertungen von Fabrik- und Nationalmannschaften.

 

Weitere Tatsachen und effektiv meisterhafte Ergebnisse auf Wettbewerbssektoren, die von der Eisenacher Sportabteilung absichtlich sowie einfach aus Kapazitätsgründen nicht bestritten und daher allein in- und ausländischen Clubfahrern mit dem Eisenacher Fabrikat überlassen wurden, rundeten schließlich das Gesamtbild vom WARTBURG 353. Dazu gehört auch sein konkret begründetes Image als ausgeprägt sportlicher Typ.

 


Titelbild: Clubfahrer auf WARTBURG 353 beherrschten in ihren Klassen der Serienwagen und Spezial-Tourenwagen die jeweils ausgetragenen DDR-Meisterschaften im Rallye- und Rennsport

Bild 1 - 4: Trotz ständig komplizierter werdender Verhältnisse und Handicaps, zumal in den zur Welt- oder Europameisterschaft zählenden prominentesten Rallyes, lieferte die AWE-Mannschaft auf serienmäßigen bzw. nach Anhang J modifizierten WARTBURG 353 repräsentative Nachweise vom Qualitätsstand des Eisenacher Erzeugnisses.