Den Wartburg in seinem Lauf, (Signale 39-60)

Blick auf den Messestand

hält weder Ochs' noch Esel auf...

In den vergangenen Jahren haben wir viele sehenswerte Fahrzeuge auf der Techno Classica präsentiert. Aber immer wieder wurden wir gefragt, ob wir nicht mal einen Wartburg 311 zeigen könnten. Nun, wir haben den Ruf vernommen und in diesem Jahr gleich drei sehr schöne und interessante Wartburg 311-Limousinen nach Essen geschleppt.

 

Natürlich hatten auch andere in diesem Jahr die Idee, einen 311er auf ihren Stand zu stellen, aber das macht die Sache nur interessanter. Unser Thema war 2009 der Nachbau eines historischen Messestandes. Der Charme der Idee bestand in drei wunderschönen Wartburg 311, kräftigen Farben und markigen Sprüchen.

 

Die Vorlage zum Stand fanden wir in einem der mittlerweile zahlreichen Wartburg-Bücher. Die drei Fahrzeuge waren sehr ähnlich und doch recht unterschiedlich. Ein Wartburg Pierreux, eine  Limousine in alter Karosse und einen Wartburg 1000 mit Schiebedach.

Der Stand wirkte sehr schlicht und aufgeräumt, aber war doch sehr aufwändig gestaltet worden.

 

Jedoch von Anfang an:

Der Samstag vor der Messe ist der traditionelle Beginn unseres Aufbaus. Doch für das Aufbauteam war am Schlagbaum zum Messegelände erstmal Schluss.

Nur wer im Kleingedruckten der Anmeldung sehr genau gelesen hatte, hatte feststellen können, dass ab diesem Jahr eine schriftliche Beantragung und Genehmigung eines vorfristigen Messeaufbaus gefordert war. Diese Genehmigung konnte auch versagt werden und die Erhebung einer Gebühr wurde „angedroht“.

 

Wir hatte so eine Genehmigung nicht und nur dank der Hilfe der Trabi-Frönde Niederrhein konnte wir als Mitglieder ihres Aufbauteams die Hallen betreten. Vielen Dank noch einmal dafür!

 

Der Aufbau begann.

In diesem Jahr hatten wir gar keine so große Materialbedarfsliste, wie sonst. Lediglich Teppichboden, Europaletten und Dachlatten hatten wir besorgt. Allerdings soll hier nicht verschwiegen werden, dass eine ganze Menge Vorbereitung nötig war.

So hatte Dirk Flach schon seit mehreren Monaten nach passenden Ausstattungsdetails gefahndet: Wanduhr und Wahndlampe und Nierentisch nebst Sesseln etc..

 

Außerdem hat Jürgen Wollhofer mit seinem Betrieb die benötigten Straßenschilder und die tollen Wandbeschriftungen gefertigt - Danke!

 

Michael Bluhm sei noch einmal ganz herzlich für die Vermittlung des Malermeisters und den blauen Grundanstrich gedankt.

 

Jochen Graeve hat alle Fahrzeuge nach Essen geholt. Die Koralle sogar aus Bremen, den 1959er aus Köln und leider auch die Oma, die mit Dirk eine Panne auf dem Weg nach Essen hatte.

Oma kam auf eigener Achse zurück nach Hause und so blieben immer noch zwei Fahrzeuge, die Jochen auch wieder zurückschaffen musste. Vielen Dank auch dafür.

 

Danke an Dirk Köhne, der Materialien, wie Teppiche, Dachlatten, Absperrungen, Zeitungsständer usw. zusammentrug und eine grandiose Baumleiche für den Stand gezaubert hat.

 

Danke  an Martin Völz, Jens Walden, Folke Brockmann, die den Aufbau unterstützt haben—zum Teil bis in den späten Abend hinein. Und noch einmal ein spezieller Dank an Jens, der uns wieder einmal Asyl gewährt hatte.

 

Danke an Alle, die den Messestand betreut haben und danke auch an alle, die beim Abbau mitgeholfen haben.

 

Danke aber auch an meine Frau Tanja. Trotz unseres frisch eingetroffenen Nachwuchses war es für sie selbstverständlich, dass ich zur Techno Classica fahren sollte.

 

Danke auch an Diejenigen, die ich jetzt nicht namentlich genannt habe und die sich sehr für die TC engagiert haben.

 

Bleibt letztlich nur noch zu sagen: Der Stand war riesig. Die Besucher waren ehrlich begeistert. Mancher erkannte auch das Original wieder. Und doch war uns kein Preis vergönnt. Die Jury prämiert vor allem Stände mit unkonventionellen Themen. Die Idee auf einer Messe einen Messestand auszustellen braucht da wohl noch ein wenig Zeit...

 

Im Ernst, die Konkurrenz war hart und Voreingenommenheit gegenüber Ostfahrzeugen kann man den Mitgliedern der Jury nun wirklich nicht vorwerfen. Immerhin standen wir schon mehrfach auf dem Treppchen und mit dem Trabi-Stand in der Nachbarhalle hatten DDR-Kfz nun sogar zwei Mal in Folge den ersten Platz im Clubwettbewerb errungen.