Trabant NT (Signale 40-61)

Trabant NT

Weltpremiere des „newTrabi“ als „Trabant nT“ auf der IAA 2009

Es musste erst etwas Zeit ins wiedervereinte Land gehen, damit sich der Trabant als un-verwechselbarer Zeitzeuge und Sympathieträger herauskristallisieren konnte. In aller Stille, zunächst überdeckt vom vermeintlich kollektiven Aus der DDR, reifte der „Trabi“ weltweit zum Kult-Auto heran, um das sich die deutsch-deutsche Geschichte rankt und das zahllose interessante Lebensgeschichten prägt.

Aufgrund der langjährigen professionellen Beschäftigung mit der Beliebtheit von Automobilen und deren Fans war es nicht überraschend, dass man gerade bei dem Miniaturautohersteller Herpa den Ausnahmecharakter der Marke Trabant zu ahnen begann. Deshalb hat Herpa für das Jubiläum „50 Jahre Trabant“ am 7. November 2007 eine Zukunftsperspektive für das Kultauto entwickelt und als „Initiative newTrabi“ auf der IAA 2007 in Frankfurt vorgestellt.

 

Die überwältigende Zustimmung vieler Tausend Befragungsteilnehmer rund um die IAA 2007 legten eine Fortsetzung der Initiative nahe, so dass aus der Idee „newTrabi“ ein Projekt mit kompetenten Partnern aus dem Autoland Sachsen wurde und das Concept Car für den „Trabant nT“ entstand.

 

Als „Trabant“ wieder erkennbar, aber zeitgemäß weiterentwickelt und modern interpretiert – so präsentierte sich das Concept Car „Trabant nT“ als Weltpremiere auf der diesjährigen IAA in Frankfurt. Die Initiatoren Klaus Schindler, Ronald Gerschewski und Nils Poschwatta lüfteten am 15. September kurz vor 12 Uhr das streng gehütete Geheimnis um das Aussehen des Elektroautos.

 

Er zeichnet sich durch ein markantes Erscheinungsbild und gefällige Proportionen aus. Kein plakativer Zierrat lenkt von der Gesamtform ab. Der trapezförmig nach unten öffnende Grill, die Front- und Heckleuchten, die Stoßkappen sowie das aufgesetzte Dach sind die tragenden grafischen Elemente.

 

Mit einer Nennleistung von 47 kW treibt ein Asynchron-Elektromotor die Vorderachsen des „Trabant nT“ kraftvoll an. Damit erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 130 km/h. Gespeist wird er von einer Lithium-Ionen-Batterie, die Bauräume zwischen Hinterachse und Mitteltunnel belegt und eine Reichweite von maximal 160 Kilometern zulässt. Völlig ausreichend, wenn man  bedenkt, dass der überwiegende Teil aller täglichen Fahrten in Deutschland unter 50 Kilometer am Tag liegt. Nach dieser Strecke kann der „Trabant nT“ über Nacht für etwa 1 € Stromkosten am normalen Stromnetz wieder voll aufgeladen werden. Preiswerter kann man kaum unterwegs sein.

 

Damit im Jahr 2012 dieses moderne Auto auf den Straßen unterwegs sein kann, wird nach der IAA die Serienreife des „Trabant nT“ angestrebt. Die Initiatoren sind in der Lage, den Schritt von der Projektentwicklungs- zur Produktionsgesellschaft zu begleiten, und bieten einem geeigneten Investor nun die Einstiegsmöglichkeit in ein spannendes Automobilprojekt mit Zukunftspotenzial.

 

Klaus Schindler ist Geschäftsführer der Herpa Miniaturmodelle GmbH, Dietenhofen und Initiator des „Trabant nT“

 

Ronald Gerschewski ist Geschäftsführer IndiKar Individual Karosseriebau GmbH, Wilkau-Haßlau und hatte die Leitung über die technische Entwicklung und den Prototypenbau des „Trabant nT“. Nils Poschwatta, Meerane - ist als freier Automobildesigner für Exterieur- und Interieur des „Trabant nT“ verantwortlich.

 

Pressemitteilung www.trabant-nt.de