Hauptuntersuchung (Signale 42-63)

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Deuvet fordert längere TÜV-Prüfintervalle für Oldtimer

Zurzeit müssen Oldtimer mit einem H-Kennzeichen wie alle Personenkraftwagen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung (allgemein TÜV genannt). Nach der repräsentativen FIVA-Studie aus dem Jahre 2006 beträgt die durchschnittliche Jahresfahrleistung dieser Fahrzeuge unter 2000 Kilometer.

Die Fahrzeuge sind zumeist im Besitz von technisch versierten Personen, die diese Fahrzeuge zu Veranstaltungen einsetzen, bei denen üblicherweise eine technische Sicherheitsüberprüfung erfolgt.

Die Mängelquote bei der Hauptuntersuchung ist äußerst gering, ebenso fallen diese Fahrzeuge nicht durch Unfälle, die auf technische Mängel zurück zuführen sind, auf.

Das hat bereits mehrere europäische Staaten dazu veranlasst, die Intervalle für die Untersuchungen zu verlängern oder gar ganz abzuschaffen. In Dänemark müssen Oldtimer nur alle 8 Jahre, in Polen nur alle 5 Jahre zur Hauptuntersuchung. In Belgien, Luxemburg und Schweden ist diese technische

Überprüfung für Oldtimer älter als Baujahr 1950 ganz abgeschafft worden. In den Niederlanden müssen seit diesem Jahr Oldtimer vor dem Baujahr 1960 nicht mehr zur Hauptuntersuchung.

Bei einer Verlängerung des Zeitraumes zwischen den technischen Überprüfungen auf fünf Jahre ergibt sich eine durchschnittliche Fahrleistung von weniger als 10.000 Kilometern von einer Überprüfung zur nächsten. Diese Fahrzeuge werden in der Regel während der Winterzeit nicht gefahren und werden in den meisten Fällen vom Besitzer oder einer Fachwerkstatt zum Frühjahr überprüft. Nicht nur unter dem Gesichtspunkt von Bürokratieabbau, sondern auch aus Umweltgründen können damit in Zukunft zusätzliche Fahrten – gerade auf dem Land, wo überdurchschnittlich viele Oldtimerbesitzer wohnen – vermieden werden.

 

Peter Schneider

Deuvet - Vizepräsident - Politik