Zurückgeblickt (Signale 67-88)

Die IFA-Pannenhilfe gibt es nicht mehr

Die IFA-Pannenhilfe gibt es nicht mehr

Vor einem Jahr hatte ich an dieser Stelle berichtet, daß ich im Rahmen der IFA-Pannenhilfe mit dem Einstellen der Zündung einen Wartburg wieder fahrfertig machen konnte. Eine nette Begegnung dabei eingeschlossen.

Im März versendete Jörg Haselau dann die erste Mail, daß er zum April die IFA-Pannenhilfe einstellt. Nach 9 Jahren wollte er den damit verbundenen Aufwand nicht mehr allein tragen.

Zu meinem Erstaunen verursachte das Aktuell halten der Pannenhilfe Präsenz im Internet und der Helferliste dabei den größten Anteil der Arbeit. Das Führen der Telefonate dagegen den Kleinsten.

Aber immerhin: 9 Jahre lang hat Jörg dieses System betrieben und damit etlichen IFA-Fahrern mit liegen gebliebenen Fahrzeugen helfen können.

 

 Dafür ein herzliches Dankeschön!

 

Jörg hat ein gutes Beispiel gegeben, was man mit Eigeninitiative und der Bereitschaft uneigennützig zu helfen, in einer Gemeinschaft ausrichten kann. Ich habe mich oft gefragt, ob dieses System wohl einmalig in Deutschland ist. Vermutlich war es das. Vor allem fuhr bei mir immer das gute Gefühl mit, im Notfall nicht mit kaputtem Auto ohne passendes Ersatzteil  am Straßenrand zu stehen, sondern Hoffnung haben zu können, daß da irgendwo Jemand ist, der mir aus Freude am gemeinsamen Hobby weiterhilft. Nun wird mir das Herz wieder tiefer in die Hose rutschen, wenn der Motor unterwegs, fern der Heimat, mal ins Stottern kommen sollte.

Die Geschichte der Pannenhilfe ist ein Beispiel dafür, daß es für Vieles gute und schlechte Zeiten gibt. Vielleicht finden sich in Zukunft Nachahmer, auch gern bei andern Clubs und Szenen, die dieses System wieder aufgreifen. Warum müssen die Engel gelb sein und bezahlt werden, wenn es auch bunt und mit gutem Willen ginge.

Danke und alles Gute Jörg!

im Namen vieler IFA-Fahrer