Moderne Zeiten

Gespeichert von Stephan am Sa., 08.05.2021 - 19:22
Ausgabe
Der EDWFC als Datenkrake?

Erfordern zeitgemäßes Handeln

 

Der EDWFC ist kein großer Verein. Vor vielen Jahren haben wir einmal beschlossen, dass wir uns keine Karteileichen mehr antun wollen. Das ist ehrlich nach Innen und Außen und das verringert den Verwaltungsaufwand erheblich.

Aber trotzdem bleibt ein gewisser Verwaltungsaufwand bestehen. Wer hat seinen Beitrag gezahlt? Wer ist neu im Club und wer kann oder will nicht mehr dabei sein?

Wer bekommt eine Zeitung? Und so weiter und so fort.

Wäre der EDWFC nur ein kleiner und vor allem regional eng begrenzter Club sein, ließe sich das alles einfach mit ein paar Zetteln, oder wie früher, mit ein paar Karteikarten bewerkstelligen.

Wir sind aber über ganz Deutschland verteilt. Den Vorstand alleine trennen über 6 Stunden Autofahrt, wenn es gut läuft!

Unser Kassenwart wohnt bei Osnabrück. Er weiß, wer aktuell Mitglied ist. Die Redaktion im Westerwald muss wissen, wer die Signale erhalten soll und wo diejenigen wohnen.

Jeder schreibt sich irgendeine Information auf. Welche ist aber die aktuelle und richtige Info?

Wir alle arbeiten nur neben unserem Alltag für den Verein. Damit ist nicht gewährleistet, dass immer sofort und zeitnah notwendige Informationen ausgetauscht werden können.

Deshalb muss eine ortsunabhängige Mitgliederverwaltung her, die es dem Vorstand erlaubt, Mitglieds und Finanzinformationen an einem Ort zu speichern und darauf zuzugreifen, wenn es nötig ist.

Damit wir das können, müssen unsere Mitglieder aber auch mit einer Speicherung ihrer Daten einverstanden sein. Nach der DSGVO (Datenschutz-Grundverordnung) der Europäischen Union muss jeder Betroffene über die Speicherung und Verwendung personenbezogener Daten informiert werden und damit einverstanden sein.

Wenn der EDWFC dieses Einverständnis nicht dokumentieren kann, sind alle irgendwie gearteten Datenspeicherungen und Datennutzungen illegal und strafwürdig!

Dazu gehört auch schon das Aufschreiben einer Adresse. Noch viel mehr die elektronische Datenerfassung und Speicherung.

Dazu gehört ein evtl. Anruf mit Gratulation zum Geburtstag.

Dazu gehört auch das Versenden der Zeitung.

Nichts ist in unserer schönen neuen Datenwelt erlaubt.

Nie war es so einfach an Informationen zu kommen, wie heute. Aber nie war es auch so gefährlich Informationen zu besitzen und zu benutzen.

Die ehrenamtlichen Mitglieder des Vorstandes des EDWFC stehen somit mit einem Bein vor Gericht. Auch die Redaktion betrifft das.

Klingt alles etwas übertrieben? Ist es aber leider nicht!

Und auch wenn wir sehr viele langjährige Mitglieder haben, die freiwillig der Erfassung und Nutzung ihrer Daten bereits zu Zeiten zugestimmt hatten, als das Leben noch ein wenig einfacher war: Das nutzt uns leider heute nichts mehr!

 

Deshalb haben wir mit der letzten Ausgabe teils umfangreiche Fragebögen mitgeschickt. Und deshalb müssen diese Bögen bitte im Original und mit Unterschrift an den Vorstand zurück.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die sofort geantwortet haben.

Alle, die - aus welchen Gründen auch immer - noch nicht reagiert haben: Bitte macht das schnellstmöglich.

 

Wer so pfiffig war, und sich das Porto von 0,60€ für diesen Brief sparen wollte, sollte mal kurz darüber nachdenken, dass seine Rückmeldung per eMail leider nichts wert ist und das irgendwer die fast 240 Ausdrucke nur für dieses Thema aus seinem privaten Portemonnaie bezahlt hat.

 

Vielleicht tut dann der Invest in das Porto und einen Briefumschlag nicht mehr ganz so doll weh.

 

Und weil wir schon einmal beim lieben Geld sind:

Die Mitgliedschaft im EDWFC kostet seit Gründung 40 DM/Jahr. Mit Einführung des Euro ist sie sogar noch etwas preiswerter geworden und kostet jetzt nur noch 20€/ Jahr. Das sind etwas weniger als 1,67€ im Monat.

Wer einen festen Partner/Partnerin hat zahlt rechnerisch nur noch 0,83€ im Monat. Denn ein Partner ist im Beitrag als beitragsfreies Mitglied enthalten.

In 30 Jahren gab es nicht eine Beitragserhöhung!

 

Dafür, dass die Post Ihre Preise in den letzten Jahren verdreifacht hat und wir mittlerweile 1,55€ Porto pro Zeitschrift ausgeben müssen, jedes Heft 2,40€ im Druck kostet, wir im Jahr knapp 30€ für unsere Homepage bezahlen und ganz nebenbei (fast) jedes Jahr eine Techno Classica stemmen (die allein an Strom fast 250€ kostet), ist das ein lächerlich geringer Beitrag.

Würden nicht viele unserer Mitglieder jedes Jahr freiwillig Spenden an den EDWFC überweisen, würden nicht wenige Aktive in jedem Jahr immer wieder Sachspenden für Treibstoff, Büromaterial, Messeausstattung und so weiter, einbringen, den EDWFC gäbe es schon längst nicht mehr!

 

Deshalb bitte ich noch einmal sehr darum, die bisher noch fehlenden Bögen zu prüfen, zu korrigieren, zu unterschreiben, in einen Briefumschlag zu stecken (sie sind sogar schon adressiert!) und an Martin in Prenzlau zurückzuschicken.

 

Und damit schließt sich der Bogen zum eingangs erwähnten Programm zur Mitgliederverwaltung: Die kostet auch Geld ,und ganz und gar nicht wenig.

Wer mit einem spitzen Stift rechnet, wird schnell merken, dass der Jahresmitgliedsbeitrag von 20 € pro Mitglied mit 4 Zeitungen im Jahr zum Selbstkostenpreis nahezu aufgebraucht ist.

Wäre es da nicht einmal an der Zeit, über ein stabiles Sponsoring für den EDWFC nachzudenken? Und wenn das nicht zustande kommt, wäre es vielleicht angemessen, nach 30 Jahren, über eine Beitragsanpassung zu reden?

 

Ich werde dieses Thema jedenfalls als Agenda-Punkt für die Jahreshauptversammlung vorschlagen. Wäre jedes Mitglied bereit, auf zum Beispiel 2,50€/ Monat aufzustocken, wäre allein die Mitgliederverwaltung schon mehr als üppig finanziert...

Von mehr wage ich gar nicht erst zu träumen.

Und bitte, bevor jemand anfängt von den großen finanziellen Belastungen durch Corona, die allgemeine Teuerung und das schwere Leben im Allgemeinen und Besonderen zu jammern: bitte einfach noch einmal den Artikel hier von vorn durchlesen.

 

Jetzt habe ich zwei Dinge miteinander vermischt, die zwar etwas miteinander zu tun haben, aber nur mittelbar zusammengehören:

 

1) Schickt die Bögen bitte per Post und unterschrieben und ausgefüllt an Martin Völz zurück.

2) Denkt bitte einmal darüber nach, ob eine Beitragserhöhung ein Thema für unsere kommende (virtuelle) Jahreshauptversammlung am 03.09.2021 werden sollte. Sachliche Argumente - in jede Richtung - sind auf jeden Fall herzlich willkommen.

 

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