Zurück im Netz (Signale 59-80)

Unsere Webpages funktionieren wieder

Unsere neuen Homepages

Das tat richtig weh!

Im Februar 2014 ereilte uns die Erkenntnis, dass der Internetserver, auf dem unsere Webseiten www.edwfc.de, www.rheinlaenderwartburgfreunde.de, www.wartburg-signale.de und unser Onlineshop shop.wartburg-signale.de

untergebracht waren durch einen kriminellen Hackerangriff zerstört wurde.

Für uns hieß das von jetzt auf gleich: Wir sind nicht mehr auffindbar im Netz.

Wer eine der o.g. Internetadressen eingegeben hatte landete auf eine nichtssagenden Ersatzseite, die dem Besucher lediglich mitteilte, dass hier zur Zeit gearbeitet würde.
Schlimmer noch: Alle Email-Adressen funktionierten plötzlich nicht mehr. Nachrichten kamen nicht mehr an und gingen nicht mehr raus.
Der Grund dafür war, dass nach dem Angriff so genannte Schadcodes in jede Datei auf dem Server eingebaut wurde.
Das Unternehmen Google scannt Homepages permanent - nicht nur nach Suchbegriffen und Inhalten - sondern auch nach solchen Schadcodes.
Wird ein solcher Code gefunden, wird vor dem Anzeigen der aufgerufenen Seite durch Google automatisch eine Warnung angezeigt: „Diese Website wurde als attackierend gemeldet!“.
Wer so etwas liest, weiß genau das man hier besser nicht weiter klickt. Es sei denn man benötigt dringend ein paar neue Viren und Trojaner…
Nach kurzer Zeit wird auch der Email-Verkehr dieser Webseiten durch Google unterbunden. Und damit gibt es keine Kommunikation mehr.
Ein so befallener und als gefährlich eingestufter Server ist nicht mehr zu retten.
Da hilft nur noch die Löschung. Ein Totalschaden, denn da jede der vielen tausend Dateien befallen sein kann, ist eine Reparatur aussichtslos.
Es dauerte dann auch mehrere Wochen. Wochen, in denen wir keine Internetpräsenz besaßen. Wochen, in denen wir die TC organisieren mussten und keine Email-Adresse mehr stimmte usw.. Wochen in denen wir versuchen mussten wieder die Kontrolle über unsere Domains (also die Internetadressen) zurück zu erhalten, einen neuen Provider zu finden und zu klären, wie wir uns zukünftig präsentieren wollten.
Denn vor allem die Homepage des EDWFC und der Wartburg-Signale waren mittlerweile technisch schwer in die Jahre gekommen.
Während sich auf der Wartburg-Signale jedoch noch ständig neue Informationen fanden, wurde die Seite des EDWFC kaum noch gepflegt.
Demnach konnte es keine Lösung sein, die vorhandenen (virenfreien) Datensicherungen dieser beiden Homepages einfach wieder auf irgendeinen anderen Platz hochzuladen.
Bei den Rheinländer Wartburg Freunden sah die Sache anders, aber leider auch nicht besser aus.
Seit vielen Jahren war deren Seite schon in ein so genanntes Content-Management-System (CMS) umgewandelt worden.
Im Gegensatz zu den statischen Homepages des EDWFC und der Signale, bei denen jede einzelne aufgerufene Seite exakt so wie sie angezeigt wird auch als ein einzelnes Dokument auf dem Server vorliegt, werden bei einem CMS alle Teile einer Seite (Gestaltung, Bilder, Texte, Links usw.) erst  im  Moment des Aufrufs durch den Surfer aus einer Datenbank heraus „hergestellt“.

Dadurch können Webseiten sehr schnell und sogar individuell an Nutzer und Gegebenheiten angepasst werden.
Änderungen im Design einer Homepage lassen sich sehr schnell realisieren und vor allem können mit so einem datenbankbasierenden System auch Menschen Seiten erstellen, die von der Technik einer Homepage wenig oder keine Ahnung haben.
Ein wesentlicher Vorteil in unserem Fall: Verschiedene Mitglieder können Zugriff auf die Datenbank erhalten und können in einer Oberfläche, die optisch an Microsofts Word erinnert, Texte erstellen und Bilder hochladen.
Die Pflege der Seiteninhalte hängt also nicht mehr am technischen Betreuer, sondern kann von Techniklaien übernommen werden.
Klingt toll und ist es auch. Leider sind Homepages mit dieser Technik nicht ganz so einfach zu erstellen.

Meine Frau Tanja und ich haben seit Beginn des letzten Jahres an so einer Lösung für alle o.g. Seiten gearbeitet. Arbeiten hieß in diesem Fall Bücher kaufen, Bücher lesen, Bücher verstehen, Nachmachen, Fehler suchen, verstehen, warum etwas nicht so funktioniert, frustriert sein und wieder ein anderes Buch kaufen um damit noch einmal von vorn zu beginnen.
Nebenbei noch ein wenig Familie, Haus, Beruf und solche Kleinigkeiten wie vier Signale im Jahr, die Pflege der bestehenden drei Homepages, der Onlineshop, die Organisation der Techno Classica und sogar manchmal ein wenig Zeit für Spaß beim Wartburgfahren. Das klingt hoffentlich nach einem runden Programm…
Änderungen an den Homepages waren also ohnehin geplant, durch die, eingangs beschriebenen, technischen Probleme kamen wir aber so richtig unter Druck.
Ende April kam dann die Entscheidung: Wir mieten einen neuen Webspace für unsere Vereine. Dazu mussten jedoch vorher die Spezifikationen festgelegt werden und Anbieter gesucht, gefunden und bewertet werden.

Endlich die Entscheidung und Bestellung des Webspaces. Nach Eingang der Zahlungen konnten wir die Übernahme unserer Domains an den neuen Hoster beantragen. Wieder vergingen zwei Wochen.
Für die Domains musste noch einmal extra gezahlt werden. Auf die Bestätigung des Zahlungseingangs mussten wir wieder ein paar Tage warten und erst dann konnten wir mit dem großen Experiment beginnen. Hatten wir an alles gedacht? Würden wir alles hinbekommen?
Die nächsten Nächte saßen wir vor dem Computer. Oft genug beendeten wir den Tag mit einer Enttäuschung. Irgendwas funktionierte nicht. Kleinigkeiten stoppten immer wieder das ganze System. Funktioniert also etwas nicht, funktioniert letztlich gar nichts. Vor jeder Entscheidung die gleichen bangen Fragen: Schaffen wir es oder was wird passieren.

Es war schon aufregend! Heute (Anfang Juni) haben wir wieder alle Homepages online.
Wer eine unserer Adressen aufruft, landet auch bei uns. Email-Adressen funktionieren wieder und so schlecht sehen die neuen Seiten - glaube ich zu mindestens - gar nicht aus.

Es fehlen noch Inhalte. Durch die Nutzung der neuen Technik müssen wir alle Inhalte vollkommen neu erstellen und können nicht mehr auf die vorhandenen Backups zurück greifen.
Ein großer Vorteil unserer jetzigen Technik zeigt sich jedoch direkt. Wir können per Knopfdruck Inhalte einer Seite auch automatisch auf einer anderen Seite erscheinen lassen.
So konnten wir den Text über das anstehende Jahrestreffen des Ersten Deutschen Wartburg Fahrer Club e.V. aus der Signale I/2014 auf www.wartburg-signale.de erscheinen lassen und sofort auch auf www.edwfc.de.
Das ist eine enorme Arbeitserleichterung für die Zukunft, denn Inhalte unserer Zeitschrift sind ja oftmals vereinsinterne Nachrichten, die auf die Vereinshomepage gehören.
Das soll jetzt aber nicht dazu führen, dass wir die Inhalte duplizieren und Nutzer auf allen Seiten das Gleiche vorfinden. Individuelle Inhalte müssen erstellt und gepflegt werden.
Deshalb kommt es jetzt darauf an Mitglieder zu finden, die sich trauen mitzumachen.

Auf der linken Seite lässt sich leicht erkennen, wie einfach die Erstellung eines Artikels im neuen System ist. In nur fünf Schritten ist alles erledigt und die Homepage bietet einen neuen interessanten Inhalt für Mitglieder und Besucher. Keine Angst vor dem Thema! Wer in der Lage ist eine Email zu schreiben, kann jetzt auch Texte für die Homepage verfassen.
Auf Wunsch und bei Bedarf können fertige Texte vor der Veröffentlichung auch noch von einem anderen Mitglied Korrektur gelesen werden. So braucht sich also niemand zu genieren.

Darüber hinaus verspreche ich eine ordentliche Einweisung und jede notwendige Hilfe für unsere zukünftigen Homepage-Redakteure.
Voraussetzung ist ein Zugang zum System. Den erhalten interessierte Mitglieder bei mir. Mit einer kurzen Email an stephan.uske@edwfc.de weiß ich bescheid und richte sofort einen Zugang ein.
Per Email informiert Euch die Homepage darüber, dass der Zugang erstellt ist. Ihr könnt Euch dann mit einem einmalig nutzbaren Passwort anmelden, Euer eigenes Passwort festlegen und starten.

Wem das zu kompliziert ist, der hat vielleicht auch Schwierigkeiten seinen Wartburg aus der Garage zu fahren…
Im Ernst: Es ist leicht—Versprochen!

In den kommenden Wochen und Monaten werde ich weiter lernen und die Möglichkeiten unseres neuen Systems weiter erkunden.
Außerdem bemühe ich mich darum, ältere Inhalte wieder zugänglich zu machen. Aber bitte habt Geduld. All das passiert natürlich nur nebenbei, wenn alle anderen Dinge des täglichen Lebens erledigt sind.