Zeitreise (Signale 59-80)

Da hatten wir es fast geschafft: Alle Autos waren da, alle Dekorationen funktionierten - die Messe konnte beginnen

Wartburg-Lastesel im Wandel der Zeiten

„Endlich mal keinen Dreck schüppen!“ Diesen erleichterten Ausruf konnte man in diesem Jahr, während des Techno-Classica-Aufbaus auf unserem Messestand einige Male hören.

In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder phantasievolle Stände fabriziert. Oft gehörte zur realistischen Gestaltung unserer Stände Laub, Dreck, auch mal Müll oder Rindenmulch…

Das sieht auch alles toll aus und hat uns immer wieder dabei geholfen in der Publikumsgunst ganz weit oben zu landen. Aber es hat auch eine Kehrseite: Stehen für den Aufbau des Standes fast 5 Tage zur Verfügung, muss am Ende der Messe das komplette Display innerhalb weniger Stunden wieder verschwunden sein.

„Jetzt fehlen nur noch die Autos…“ Keine Angst, die standen schon alle auf dem Nachbarstand und wollten nur noch an ihren Platz gerückt werden.

„Jetzt fehlen nur noch die Autos…“ Keine Angst, die standen schon alle auf dem Nachbarstand und wollten nur noch an ihren Platz gerückt werden.

 

Außerdem muss man nur ein einziges Mal auf so einer Messe dabei gewesen sein, um zu wissen, wie anstrengend die Tage dort sind. Am Ende der Woche sind auch oftmals die Kräfte am Ende. Und dann geht es trotzdem erst einmal ans Schüppen. Zu mindestens normalerweise.

Dieses Jahr war etwas Besonderes. Bereits im Dezember konnte sich das Messeteam entspannt zurücklehnen. An alles war gedacht und so ziemlich alles war bereits vorhanden und wartete nur noch darauf auf der Messe aufgebaut zu werden.

Der Camping ganz vorne diente nur als Platzhalter für den später angelieferten Kombi. Die Campingkarosse hingegen zierte später den Stand von Olaf dem Restaurator, der in diesem Jahr erstmals mit eigenem Stand um Kunden warb.

Der Camping ganz vorne diente nur als Platzhalter für den später angelieferten Kombi. Die Campingkarosse hingegen zierte später den Stand von Olaf dem Restaurator, der in diesem Jahr erstmals mit eigenem Stand um Kunden warb.

 

Der Messestand selbst war innerhalb weniger Stunden aufgebaut. Am Samstag Abend waren wir (so gut wie) fertig.

Das gab es vorher noch nie.

In diesem Jahr war also einiges ein wenig anders als sonst.

Das Foto ganz oben auf dieser Seite zeigt den fertigen Messestand.

So schlecht konnte das Wetter nicht mehr werden… Letzte Hand an der bewusst schlicht gehaltenen Dekoration des Standhintergrundes

So schlecht konnte das Wetter nicht mehr werden… Letzte Hand an der bewusst schlicht gehaltenen Dekoration des Standhintergrundes

 

Wir haben in diesem Jahr weniger Aufwand für eine besonders phantasievolle Gestaltung des Standes verwendet.

Vielmehr standen bei unsere Präsentation 2014 die Fahrzeuge völlig im Mittelpunkt.

In der Geschichte der Techno Classica gab es noch nie eine so vollständige Chronologie eines Fahrzeuges. Schon gar nicht von „Nutzfahrzeugen“, die die Kombis früher viel mehr als heute eigentlich waren.

Verheizt und verschrottet —> so war das Schicksal vieler Pkw mit großem Kofferraum beschrieben.

Aufbruchsstimmung. Nach nur zwei Stunden war nichts mehr von unserem Stand zu sehen.

Aufbruchsstimmung. Nach nur zwei Stunden war nichts mehr von unserem Stand zu sehen.

 

Der EDWFC und die Rheinländer Wartburg Freunde hingegen zeigten voller Stolz die Entwicklung der Wartburg-Kombis seit den 1950er Jahren bis zur Produktionseinstellung 1991. Darunter auch zwei Wartburg Camping, die zum einen den Übergang vom alten zum neuen Wartburg-Konzept illustrierten, zum anderen aber auch überaus attraktive Hingucker waren. Ein Wartburg 311 Kombi, ein Wartburg 311 Camping, ein Wartburg 312 Camping, ein Wartburg 353 Tourist und ein Wartburg 1.3 Tourist standen auf unserem Stand. Die Besucher waren begeistert.

Natürlich kam auch die eine oder andere etwas enttäuschte Bemerkung zu unserem doch sehr aufgeräumten Stand. Aber fast immer mit einer Anerkennung für die stattdessen ausgestellten Fahrzeuge verbunden.

Wir hatten in diesem Jahr wieder ein wirklich tolles Team. Ich kann gar nicht alle einzeln aufzählen und hoffe deshalb, dass sich jeder angesprochen fühlt wenn ich sage: Herzliches Dankeschön! Es hat riesig Spaß gemacht mit Euch zu spinnen, zu planen, Details zu ersinnen, zu verwerfen und neuzuerfinden, zu sammeln, zusammenzutragen, zu transportieren, zusammenzubauen, zusammen zu sein, zusammen zu arbeiten und eben auch jede Menge Spaß zusammen zu haben!

Ein ganz besonderes Dankeschön geht aber an Kerstin und Uwe Meissner aus Leipzig. Die beiden haben nicht nur mit ihrem wunderschönen Wartburg 311 Camping unseren Stand aufgewertet, sie haben sich darüber hinaus als unheimlich nette und freundliche Zeitgenossen entpuppt. Beide sind keine Mitglieder in einem unserer Vereine. Ähnlich wie vor drei Jahren Olav Siegert aus Chemnitz, haben sie angeboten trotzdem unseren Stand mit ihrem Fahrzeug zu verschönern. Darüberhinaus sind auch sie zur Messe mitgekommen, haben mitgearbeitet und mit präsentiert. Es war ein schönes Zusammensein. Verschwiegen werden soll hier auch nicht, dass sie die Arbeiterversorgung mit einem riesigen und superleckeren Wurstpaket getragen haben. Ein besonderes und spezielles Dankeschön an die Beiden. Es wäre toll, wenn wir uns bald mal wiedersehen könnten und vielleicht habt Ihr ja irgendwann noch einmal Lust auf so ein bisschen Techno Classica in Essen… - Ihr seid jederzeit Willkommen!

Gefreut haben wir uns in diesem Jahr besonders über den Besuch von Horst Ihling und Matthias Doht aus Eisenach.

Die beiden ließen es sich nicht nehmen, dem Wartburgstand in Essen einen Besuch abzustatten.

Aus dem gewöhnlichen Bewertungsschema der Clubjury fiel unser Stand in diesem Jahr definitiv heraus. Trotzdem nahmen wir am Wettbewerb teil und erhielten überraschend viel positive Resonanz. Immerhin erreichten wir, ohne es auch nur im Mindesten darauf angelegt zu haben den 16. Platz unter 250 Clubs. Wenn das mal kein Erfolg ist.

Wie auf der Techno Classica seit Jahren Tradition ist, haben wir auch 2014 direkt während der laufenden Messe unsere Pläne für die kommenden beiden Jahre (!) entwickelt.

Niemand könnte darauf mehr gespannt sein, als diejenigen, die es auch nachher umsetzen wollen.

Es könnten demnach noch einige schöne Präsentationen auf uns und die Techno Classica-Besucher zukommen.

In diesem Sinne bleiben wir schön neugierig und freuen uns schon jetzt wieder darauf, dass die nächste Weltmesse für Oldtimer und klassische Automobile in Essen ihre Tore öffnet - natürlich auch mit einem Stand von uns.

Also bis bald in Essen...