Barkas

Barkas - "Der Blitz"

Barkas B1000 Pritsche

1961 - 1972
Im Juni 1961 schickten die sächsischen Transporter-Bauer erstmals ihren funkelnagelneuen Barkas B1000 auf die Straße. Der neue Name deutete es bereits an. Der Barkas war kein Kleintransporter mehr, sondern ein Schnelltransporter. Der Name Barkas stammt aus dem Phönizischen und bedeutet „Der Blitz“. Seine 42 PS aus dem Wartburg 312 brachten den kleinen Kastenwagen schon deutlich eher auf Touren. Der B1000 war endlich ein richtiger Eintonner.

Weiterentwicklung und Prototypen

Barkas B1100 Doppelkabine

1972 - 1987
Der nächste größere Schritt in der Entwicklung des B1000 wurde 1972 gemacht. Seit diesem Jahr besaß der Barkas den Motor des Wartburg 353 mit nunmehr 45 PS. Weitere technische Neuerung war unter anderem die jetzt 500 W starke Lichtmaschine. Über ein 12V-Bordnetz verfügte der B1000 übrigens von Anfang an. Außerdem kam ein LAD (lastabhängiger Bremskraftbegrenzer) zum Einsatz.

Die Viertakt-Ära

1988 - 1991
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Lizenzverhandlungen mit dem bundesdeutschen Volkswagen-Konzern 1988, kam die Produktion der VW-Alpha-Motoren in das zu Barkas gehörende Motorenwerk Karl-Marx-Stadt. Zum ersten Mal seit 1961 erheilt der Barkas keinen Wartburg-Motor, sondern der Wartburg 1.3 erhielt den Barkas-Motor BM 880. Aus dem Dreizylinder-Zweitakter wurde ein Vierzylinder-Viertakter.

Die Gegenwart

Musem Frankenberg

1991 - ...
Der ehemalige VEB Barkas Hainichen wird abgewickelt. Einige Betriebsbereiche werden privatisiert. Die Produktionsanlagen des Barkas werden sauber verpackt und sollen in Russland wieder aufgebaut werden. Diese letzte Überlebenschance für den Barkas zerschlägt sich aber wieder. Die verpackten Anlagen werden zum Schluss einfach verschrottet. Wer heute noch Informationen zum Barkas oder Framo sucht, wird bei weitem nicht so verwöhnt wie die Trabant- oder Wartburgfahrer. Es gibt kaum Literatur zu diesen interessanten Fahrzeugen.